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 Betreff des Beitrags: Minimalismus oder Armut auf Rädern?
BeitragVerfasst: 26 Apr 2016, 07:58 
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In letzter Zeit fallen mir überall bewohnte PKWs auf. Die Jahre zuvor war das auch immer mal wieder zu sehen , aber jetzt ist das faktisch auf jedem Parkplatz zu sehen... Aus der Wohnung rausgeflogen? Trennung ? Pleite? Die pure Not oder Livestyle? Ich denke mein vorletzter "Nachbar" gestern, offensichtlich in schlechter Verfassung, lebend im alten Benz Kombi mit Hund und jede Menge Gerümpel ist eher kein "Livestyle" sondern das letzte Heim vor der Pappe unter der Brücke...
Heute der nächste "Notbewohner" ?...Wenigstens ist das Fahrzeug eher geeignet.."Ausbau" mit halbseitigem Bett und Restwohnung auf der anderen Seite.. Ich glaube die Armut greift um in unserem Land...


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BeitragVerfasst: 26 Apr 2016, 08:46 
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... bisher noch nicht bemerkt ... mag aber auch daran liegen, dass ich mich eher abseits von Ballungszentren rumtreibe ... wenn da irgendwo ein PKW rumsteht, dann um Fastfood zu verschlingen oder zum poppen (ist am zurückgelassenen Müll meist sehr genau zu identifizieren) ...

... hier am touristisch halb attraktiven Rand des Schwarzwaldes sehe ich nur seit März wieder die Herscharen der Weisswarewomos ... die sind ja sowas von linientreu und knubbeln sich auf Womostell- und Campingplätzen ... gelegentlich steht mal einer frei und noch gelegentlicher sogar in meiner (Feldweg)-Einfahrt ...

... bevor ich unter eine Brücke ziehe, würde ich auch im PKW wohnen ... im Sommer geht das auch ziemlich gut ...

... "daheim" rausgefolgen ist mann schneller als mann denkt (bis es einem eben passiert), und wer dann keinen bewohnbaren Laster hat ist einfach eine arme Sau ...

Gruss Ulf


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BeitragVerfasst: 26 Apr 2016, 09:05 
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Hier in Kiel sehe ich des öfteren solche ausgebauten PKWs oder auch kleine Autos mit Ladefläche und einer selbstgebauten Wohnkabine darauf. Meist in der Nähe der Werften und mit ostdeutschen Kennzeichen. Wer Familie hat und dennoch weiter weg arbeiten muss, für den ist das die Woche über vermutlich eine kostengünstige Lösung.

Die Mietpreise sind in den letzten zwei Jahren ziemlich angestiegen, da viele ihr Geld in Immobilien anlegen und die "Billigmieter" aus dem Haus haben wollen. Ich denke, Jonson Du hast Recht, Trailerparks werden entstehen und wachsen. Wir laufen den Amis halt ca. 25 Jahre hinterher. Was Bildungswesen, öffentliche Ordnung und Stadtentwicklung angeht, kommen wir jetzt in die Phase, wo es die sozial schwächeren härter trifft. Jobcenter und Co waren da erst der Anfang. Wie sagt Volker Pispers so schön: "Es ist in einer Demokratie offensichtlich nicht möglich, dass 90% der Bevölkerung Parteien wählt, die ihre Interessen vertreten, stattdessen wählen sie die, die die Interessen der reichsten 10% vertreten".

Wenn die Menschen, die so mobil leben müssen, das wenigstens als Chance sehen würden, ihre Freiheit wiederzuentdecken... statt sich aufzugeben.


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BeitragVerfasst: 26 Apr 2016, 09:48 
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... etwas erzwungenes als etwas gutes sehen ist nicht einfach ... ich glaube auch nicht dass eine grössere Zahl mobil lebender es denen, die dieses freiwillig tun, einfacher macht ... die grosse Zahl an Womos hat z.B. schon dazu geführt, dass in meiner Gegend etliche bisher übernachtungslegale Plätze mit einem Camping verboten-Schild verunziert wurden ... in womohochfrequentierten Gegenden wie Ostfriesland oder Bretagne kann man fast nur noch auf offizielle Stellplätze ...

Gruss Ulf


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BeitragVerfasst: 26 Apr 2016, 10:38 
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Im Auto leben? Dann gibt es hier ein paar Tipps.

http://de.wikihow.com/Im-Auto-wohnen

Und Übernachtungsparkplätze gibt es mit der App "parking for night"

Meine Meinung: Anhängerkupplung und ein alter Wohnwagen und schon macht das Leben wieder Spaß...

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BeitragVerfasst: 26 Apr 2016, 12:11 
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wewi24 hat geschrieben:
Im Auto leben? Dann gibt es hier ein paar Tipps.http://de.wikihow.com/Im-Auto-wohnen...


... da trifft vieles zu ...

... ich weiss nicht wie das mit den Trailerparks zugehen soll? ... was ist daran gross anders als an Dauercampern aufm Campingplatz oder den Wagenburglern? ... für jemand, der unterwegs ist, wird es immer so bleiben, dass man dort nur mit seeehr langer Wartezeit reinkommt ...

Gruss Ulf


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BeitragVerfasst: 26 Apr 2016, 14:46 
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tomlinger hat geschrieben:
Alexander hat geschrieben:
Wenn die Menschen, die so mobil leben müssen, das wenigstens als Chance sehen würden, ihre Freiheit wiederzuentdecken... statt sich aufzugeben.


Das ist eine schöne Aussage!

Wäre schön wenn es dem Einen oder Anderen gelingen würde!
Die wenigsten die in dieser Form des Lebens gelandet sind werden es als
Chance "Freiheit" sehen, sie sind damit beschäftigt und auch oft überfordert
wie sie über die Runden kommen sollen und driften weiter ab.
Und zwischen minimalistisch leben wollen oder dazu gezwungen sein ist ein
großer Unterschied....

Gruß
Heidrun

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Freilaufende Hühner wollen keinen Käfig...


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BeitragVerfasst: 27 Apr 2016, 09:53 
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Die meisten Minimalisten, die ich kenne, haben kein Auto. Und das aus Überzeugung!!!
Dann bleibt noch Armut auf Rädern übrig...
Leider ändern die meisten Leute nicht rechtzeitig Ihre Lebenssituation und gehen zu lange Ihren alten Gewohnheiten nach. Zum Schluss bleibt dann nur noch die Schulden und das Auto.
Und kein Geld mehr für den Wohnwagen...

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BeitragVerfasst: 27 Apr 2016, 15:55 
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Die Minimalisten und die Free Living Leute die ich kenne, haben keine Schulden.... Da fängt wahrscheinlich der ganz grosse Unterschied an , zwischen Freiwillig als Livestyle im Wagen Leben und erzwungener ( Fahrzeug )Wohnort..

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BeitragVerfasst: 27 Apr 2016, 22:30 
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